Montag, 17.11.2025

Vom Roboter zum Filmstar – Kinder gestalten digitale Welten

Am 15. und 16. Oktober verwandelte sich das Medienkompetenzzentrum der Universität Vechta in einen Inkubator für digitale Talente. Im Rahmen des Herbstferienprogramms wurden die Kinder der Mitarbeiter der Universität Vechta mit der praktischen Welt der Robotik und der Medienproduktion vertraut gemacht.

Vom Plakat zum programmierten Feld

Der erste Tag stand ganz im Zeichen der Roboter und ihrer unendlichen Möglichkeiten. Nach einer kurzen Theoriephase, in der die Kinder ihr Wissen über die Einsatzgebiete von Robotern präsentierten ("Hausaufgaben machen" und "hinter uns aufräumen" waren beliebte Antworten) und dies auf Plakaten darstellten, ging es zur Gestaltung eigener Konzepte über.

Am spannendsten war der Praxisteil. Die jungen Techniker experimentierten mit Lernrobotern: Photon, Bee-Bot und Ozobot. Sie steuerten die Geräte nicht nur, sondern erstellten auch selbständig komplexe Parcours und Hindernisstrecken. Zum Abschluss dieses aufregenden Tages entwickelten sie sogar ein vollwertiges Spiel unter Einbindung der Photon-Roboter.

Chroniken der Photon-Welt und 3D-Druck

Der zweite Tag entführte die Teilnehmer in die Welt der Filmproduktion. Der Fokus lag auf der Greenscreen-Technik. Die Kinder nutzten das Digitalstudio, entwickelten eigene Konzepte und begannen mit den Dreharbeiten.

Im Mittelpunkt stand eine Mini-Saga mit den Photon-Robotern. Die Kinder schufen eine fantastische Welt mit „guten“ und „bösen“ Photons und entsandten ein spezielles Erkundungsteam dorthin. Die gesamte Aufnahme erfolgte vor grünem Hintergrund. Die jungen Regisseure lernten praktisch, wie ein Chroma Key funktioniert – und warum Grün oder Blau ideal für diesen Effekt sind.

Andere Gruppen experimentierten parallel mit Stop-Motion-Animationen und lernten die vielfältigen Funktionen der Green Screen Ink App kennen. Sie demonstrierten zum Beispiel Tricks, bei denen die eigenen Hände oder der Kopf mithilfe von „transparenten“ grünen Kleidungsstücken und Stoffen „verschwanden“.

Die daneben aufgestellten 3D-Drucker boten den Kindern die Gelegenheit, die Technologie und ihre Möglichkeiten kennenzulernen und mit eigenen Augen zu sehen, wie aus einem Kunststofffaden nützliche Gegenstände entstehen.

Die Kinder hatten sichtlich Freude daran, Robotern Leben einzuhauchen und durch selbst kreierte Welten zu reisen.

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